| DLRG Norderstedt gewinnt
zweimal Gold und einmal Bronze bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften
in Anklam.
Als „ewigen Zweiten“ wollte
sich Fabian Domke nicht bezeichnen lassen. In den vergangenen Jahren war
der 27 Jahre alte Rettungsschwimmer bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften
stets knapp an der Goldmedaille vorbeigeschrammt. In diesem Jahr sollte
sich das nun endlich ändern. Bei den Titelkämpfen in Anklam setzte
er im Rettungsdreikampf alles auf eine Karte. „Ich musste volles Risiko
gehen, sonst hätte ich im Kampf um Gold keine Chance gehabt“, sagte
der Mathe- und Physiklehrer des Albert-Schweitzer-Gymnasiums.
Volles Risiko bedeutete in
seinem Fall das Anwenden einer besonderen Technik beim Schleppen der Rettungspuppe.
„Dafür gibt es oft Punktabzüge, weil der Kopf der Puppe abtaucht,
wenn man nicht aufpasst“, erklärt der Norderstedter. Doch dieses Mal
klappte alles wie am Schnürchen. Fabian Domke holte in der Heimat
von Luftfahrtpionier Otto Lilienthal den ersten Deutschen Einzeltitel seiner
sportlichen Laufbahn. Sein Konkurrent Thomas Rothacker aus Bietigheim-Bissingen
war nur drei Punkte dahinter – umgerechnet ungefähr 30 Zentimeter.
Aus dem Einzelsieg wurde
ein Doppelschlag: Gemeinsam mit Hauke und Enno Stapel, Christoph Scheide
und Stephan Eder triumphierte Fabian Domke auch im Mannschaftswettkampf
der Altersklasse 120. Komplettiert wurde das erfolgreiche Abschneiden bei
den Deutschen Meisterschaften durch die Bronzemedaille der Damen in der
Altersklasse 100. Das Quintett, bestehend aus Ina Jürgens, Anja Schmidt-Riediger,
Stefanie Peters, Pamela Domke und Anna-Lena Sedat hatte sich spontan zu
einer Teilnahme an den Titelkämpfen entschlossen und gingen ohne große
Erwartungen an den Start. „Das wir jetzt sogar eine Medaille gewonnen haben,
ist echt toll. Damit hätte ich niemals gerechnet“, sagte Pamela Domke,
die in Bochum wohnende Schwester der zweifachen Siegers.
Neben den Medaillengewinnern
waren noch zwei weitere Teams der DLRG Norderstedt in Anklam am Start.
Die Herrenmannschaften der Altersklassen 140 (Andreas Eder, Thomas Bahde,
Philipp Krause, Arne Kühl, Sönke Stapel) und AK 200 (Siegfried
Krause, Marion Grotherr, Jost Sehlmeyer, Harald Hamann und Axel Kardels)
belegten die Plätze sieben und elf. Siegfried Krause, der erstmals
in der AK 60 startetet, verpasste als Vierter knapp einen Treppchenplatz.
Christoph Scheide (AK 30) wurde Fünfter.
Die perfekt organisierten
Wettbewerbe fanden bei der festlichen Siegerehrung einen würdigen
Abschluss. Besonders beeindruckend war der Auftritt von Olaf Thümmler
aus Bietigheim-Bissingen und Else Lemmers (Gelsenkirchen). Die beiden waren
mit 80 und 83 Jahren die ältesten Teilnehmer der Deutschen Seniorenmeisterschaften.
Thümmler absolvierte die 50 Meter Kraul immerhin noch in respektablen
66 Sekunden. |